Wie Diplomaten die Novemberprogrome in Deutschland erlebten – eine Ausstellung der Neuen Synagoge Berlin

1938 – In den so genannten Novemberprogromen entlädt sich der Antisemitismus in Deutschland. Wie sich Gewalt und Ausschreitungen gegen Juden in Diplomatenberichten spiegeln zeigt eine Ausstellung in der Neuen Synagoge Berlin.Die von der Stiftung „Centrum Judaicum“ initiierte und vom Auswärtigen Amt geförderte Schau hat Dokumente aus über 20 Ländern aufbereitet.

 

„Von Innen nach Außen“- wie Diplomaten die Novemberprogrome in Deutschland erlebten

Ausstellung in der Neuen Synagoge Berlin

 

 

Zum Beispiel: Botschaftsrat Themistokles da Graca Aranha an den Außenminister Brasiliens:

„Auf den Straßen sah man Banden von Jugendlichen, die aus den israelitischen Gotteshäusern geraubte Kultgegenstände herumzeigten und Teile davon sowie Seiten aus hebräischen Bibeln verteilten, um die sich der entfesselte Mob raufte, weil er sie als Siegestrophäen aufbewahren wollte. Währenddessen sah die Polizei weiter wohlwollend zu.“

 

Dr. Hermann Simon, Direktor des Centrum Judaicum, erklärt, wie die Idee zur Ausstellung entstand:

Dr. Hermann Simon