Archiv: Gewalt

Psyche und Politik – über Dan Bar On

      

Am 4. September 2008 starb der israelische Psychologe Dan Bar On in Tel Aviv. Weil die wissenschaftlichen Ansätze und Methoden des Konflikt- und Friedensforschers bis heute ein Schlüssel sein können im Zusammenhang von persönlicher (nationaler?) Identität und sozialpsychologischen und politischen Entwicklungen einer Gesellschaft habe ich den „alten“ Text auf meine Website gestellt:

Dan Bar On ist für manch einen pädagogisch und psychologisch interessierten Menschen eine Art Ikone: Er bringt Menschen ins Gespräch, die Gegner oder gar Feinde sind. Story telling – also: Geschichten erzählen nennt er seine Methode. Und, passend dazu, sein Buch und dessen Titel: „Erzähl Dein Leben“. Gestern war der Israeli im Literaturhaus in Hamburg zu Gast. Ute Hempelmann hat zugehört, was dieses „Erzähl Dein Leben“ für Dan Bar-On bedeutet:

Mit 16 Jahren verließ Dan Bar On das Haus seiner Eltern, in Hamburg aufgewachsene Juden. Von seiner Geburtsstadt Haifa aus ging er ins Kibbuz – und arbeitete auf einer Obstplantage. Bis zu dem Tag, an dem er bemerkte, dass die Menschen, die in der Plantage arbeiteten, ihn doch mehr interessierten als Bäume. „So wurde ich Psychologe“, erzählt er seinem Publikum. Story telling – autobiographische Geschichten erzählen, das ist es, was ihn seit den 80er Jahren fasziniert.

Damals traf er in Norwegen eine Frau, die zum Judentum konvertiert war, weil sie vermutete, ihr Vater sei Nazi gewesen:

„Dass sie beschlossen hat, ihre Religion zu ändern, Jüdin zu werden, nach Israel zu gehen, also ganz extreme Schritte genommen hat ohne dass sie eigentlich genau wusste, was er getan hat. Dass war für mich auch als Vater und auch als Sohn sehr beunruhigend. Und musste ich mich fragen ob das ein Extremfall ist und habe dann versucht irgendwas in der Literatur zu finden – aber da gab‘s nichts derzeit.“

Er geht nach Deutschland und startet ein Forschungsprojekt. „Suche Menschen für Familienerinnerung im 3.Reich.“ Und: „Suche Kinder deren Eltern in der SS waren“ steht in seinen Zeitungsannoncen. Zunächst interviewt er die Freiwilligen nur, schlägt dann, 1992, beiden Gruppen eine Begegnung vor – Juden und Deutschen, Kinder von Tätern und Kinder von Opfern:

„Weil sie auch schon reif waren in dem Sinn, dass sie Sachen bearbeitet haben, hat das geklappt. Also da waren sie wirklich bereit zuzuhören, anzuerkennen Mitleid zu fühlen – das passiert nicht immer. Aber wenn es so passiert, dann ist es wunderbar.“

Seit 2001 leitet Dan Bar On zusammen mit dem Co-Direktor seines Friedesinstituts, einem palästinensischen Professor, ein Projekt in Israel, in dem jüdische und palästinensische Lehrer die israelische Geschichte für Schulen aufarbeiten. Es gibt zwei Versionen: eine jüdische und eine palästinensische. Beiden Seiten haben die gleichen Ereignisse völlig anders erlebt:

„Die Schüler bekommen da ein Heft – sagen wir 1917 – wie erklären jüdischen Israelis, was bedeutet für ihn die Balfour – Deklaration. Und die Palästinener erklären, was bedeutet für ihn die Balfour-Deklaration. Die Balfour Deklaration ist ein Ereignis. Aber es wird ganz anders interpretiert und wenn man es so schildert, dass man die andere Seite nicht verletzt, dann, fühlen wir, können Schüler, Eltern und Lehrer das akzeptieren.“

Ein Dialog in diesem Sinn erfordert viel Toleranz. Und Kreativität bei der Suche nach Konfliktlösungen. Prompt kommt im Hamburger Literaturhaus die Frage aus dem Publikum: Ob Frau Merkel denn gut beraten gewesen sei, dem Wahlgewinner in den Palästinensergebieten, der Hamas, mit dem Stopp der Finanzhilfen zu drohen, wenn diese nicht auf Gewalt verzichtet. Dan Bar-Ons Einschätzung stimmt nachdenklich:

„Ich würde vorschlagen, wir sollen sehr vorsichtig sein die Palästinenser in etwas rein zuschieben, wo sie nicht sein wollen. Da ist ein Bedürfnis für viel Sensibilität und Austausch in der palästinensischen Gesellschaft, auch zur Zeit ein richtiger Kampf wie das weitergehen soll. Ich sage nicht, dass ein Punkt nicht kommt wo es klar sein muss, dass man einen Druck ausübt. Aber ich würde Angst haben vor einem Druck, der zu früh kommt, ohne dass sich die Sachen geklärt haben.“

Reaktionen des Publikums, überwiegend Frauen übrigens:

(Frau 1)Diese Problematik ist ja eine die ständig die Zeitungen füllt auf der politischen Ebene. Aber das ist ja auch ‚ne interessante Thematik im privaten Bereich.

(Frau 2) Ich bin ja auch eine aus der Generation, die zwar nicht beteiligt war, aber in der Zeit geboren wurde – das Thema Versöhnung interessiert mich.

Derzeit leitet Dan Bar-On ein Seminar in der Hamburger Körberstiftung. Eine Begegnung mit der Hansestadt, die auch ein Teil seiner familiären Wurzeln ist. Ein ambivalenter:

Ich hatte ein langes Gespräch mit meiner gestorbenen Mutter. Dass ich hier zurück komm, ich glaube sie würde das bewundern. Wie sie noch lebte wollte sie eigentlich nicht zurückkehren. Ich hab sie einmal gebeten, wie ich meine Forschung hier gehabt hab, Mitte der 80er, dass sie mitkommen soll und sie zeigt mir die Plätze, wo sie hier gewohnt hat, aber…Sicher ist es immer ein gespaltenes Gefühl: Irgendwie irgendwas Bekanntes, aber irgendwie auch sehr fremd und anders.“

NDR Kultur, 2006

Meinung: Was „Toulouse“ uns lehrt

      

Warum die genaue Ursachenforschung bei Gewalttaten  wichtg ist

Der Täter sieht aus wie viele dieser Großstadtjugendlichen. Ein „Schwarzkopf“ mit Kurzhaarschnitt und einem drahtigen Körper, der ihn irgendwie „verhungert“ aussehen und bedeutend jünger erscheinen lässt, als er ist. Die Gesten konterkarieren das: protzig, mehr „Schein als Sein“, irgendwie auf „dicke Hose“ machen.

Dann kommen die Tage im März 2012, an denen Mohammed M., ein 23 jähriger Franzose algerischer Herkunft, Schlagzeilen machen wird. Er steigt auf seinen Roller, mäht sieben Menschen nieder – französische Soldaten, Kinder und den Lehrer einer jüdischen Schule. Und zum Schluss liefert er sich stundenlange Schießereien mit der französischen Polizei. Einfach unbegreiflich.

Er habe sich rächen wollen für Frankreichs Einsatz in Afghanistan, stehe mit Al Qaida im Bund, sei erbost über den Umgang der Juden mit den Palästinensern, wurde in einem pakistanischen Terrorcamp trainiert, will eine französische Zeitung erfahren haben. Ein Täter mit politischen Hintergrund? Immerhin. Solange es „Begründungen“ gibt, seien sie auch noch so fadenscheinig, dann könnte, sollte der französischen Staatschutz zuständig sein, denn dafür sind Geheimdienste da.

Nach Darstellung seines Anwalts war Mohammed M. dagegen kein „Politischer“. Vielmehr ein vereinsamter Jugendlicher ohne jegliche politische Kontakte. Ist diese Darstellung korrekt, dann hätten die Allmachtsphantasien eines Narzissten sieben Menschenleben gekostet. Ohne gezielte Motivation.

Bei der Verhinderung dieser Art von Straftaten ist der Staat machtlos. Nur die Gesellschaft mit ihren sozialen Kontrollsystemen hätte – vielleicht – etwas bemerken können. Der Staat sollte, muss sich tunlichst da raushalten. Auch um sich dauerhaft nicht selbst zu beschädigen. Siehe Frankreich.

Posthum wird der 23jährige Täter von Toulouse zum „Sicherheitsrisiko“ erklärt. Die Grand Nation streitet mit Algerien, wer die sterblichen Überreste beisetzen muss. Beide Länder fürchten, dass die Grabstätte ein Wallfahrtsort für Islamisten werden könnte. Ist Mohammed M. wirklich „nur“ ein verwirrter Einzeltäter gewesen, dann wird er mit der Diskussion zur „Staatsaffaire“ aufgewertet. Was wiederum andere geltungssüchtige Psychopaten einladen könnte, es Mohammed M. gleichzutun. Genau so ticken Narzissten nämlich.

Deren „Entlarvung“ wiederum kann, darf keine staatliche Angelegenheit werden. Es sei denn, die Bürger sind bereit, für den Preis eines vorgegaukelten „Staats-Schutzes“ die Überwachung jedes Lebensbereichs in Kauf zu nehmen. In der Praxis hieße das: Verfassungsschützer rein in die Kneipen, in die Cafes, in die Schulen, damit der Rest der Gesellschaft sorgenlos bleibt.

Die Alternative dazu ist eben keine Bürgerwehr, aber eine wehrhafte Gesellschaft, die wieder einen Instinkt entwickelt für „Unregelmäßigkeiten“ beim Nachbarn und Nebenmann. Diese Unregelmäßigkeiten heißen ganz lapidar Verzweiflung, Isolation oder Realitätsverlust. Mit anderen Worten: Bemitleidenswerte Seelenzustände, die sich nichts destotrotz eben auch in Mord und Totschlag entladen. Vorzugsweise bei jungen, durchs Internet radikalisierten Männern, wie der Verfassungsschutz das nennt.

Dass man für diese Personengruppe die Eltern schlecht als „Aufpasser“ in die Pflicht nehmen kann müsste jedem Sicherheitsexperten klar sein. Diese Heranwachsenden sind isoliert und werden zu Tätern, obwohl sie mit ihren „Erziehungsberechtigten“ zusammen wohnen.

Wer also soll es richten? Lehrer? Vielleicht. Aber nur, wenn dieser ohnehin strapazierten Personengruppe deutlich wahrnehmbare ideelle, personelle und finanzielle Unterstützung gewährt wird. Dazu Jugendzentren. Vereinen – jedem, der irgendwie die Chance haben könnte, einen dieser Fehlgeleiteten zu erkennen und zu erreichen.

Ich höre schon die Einwände. Der „Leistungsnachweis“ solcher Projekte sei nicht erbracht. Es gäbe keine Evaluation, die den Zusammenhang von – sagen wir – Straßenfußball – Projekten und Terrorismusbekämpfung belegen könne.

Stimmt. Wird es auch nie geben. Aber die Aussicht, möglicherweise ein paar Tausend Euro für ein Jugendprojekt in den Sand zu setzen, das möglicherweise keinen Psychopathen von seinem Amoklauf abhält, aber dann doch zumindest andere Jugendliche für eine Weile glücklich macht, scheint mir erträglicher als die gesellschaftliche Omnipräsenz von „Schlapphüten“, die mich vor Psychopaten auch nicht schützen können.

Die Eigentum-Frau: Zwangsehen in Deutschland

      

Wer in Deutschland eine Ehe erzwingt macht sich strafbar: Vergewaltigung, Nötigung, Menschenhandel – das sind Straftaten. Zwei Gesetzesinitiativen verfolgen jetzt das Ziel Zwangsehen ausdrücklich in den Strafkatalog aufzunehmen und Täter härter zu bestrafen.

Im Aschenbecher qualmt die fünfte Zigarette. Edda – so möchte die junge Türkin genannt werden, ist hin- und hergerissen. Einerseits will sie reden. Sich rächen, an den Menschen, die ihr das angetan haben. Allerdings bekommt sie kein Wort heraus. Es könnte ihren Ehemann, der nicht weiß, wo sie jetzt lebt, erneut auf sie aufmerksam machen.

Edda ist eine so genannte Importbraut. Mit 16 wurde sie von ihrer Familie in ihrem türkischen Heimatdorf zwangsverheiratet. Die Eltern, grenzenlos naiv, freuen sich, dass die Tochter vermeintlich eine gute Partie machen kann: Ein in Deutschland lebender Türke soll der Tochter alles bieten. Aber Edda hasst ihn von dem Moment, in dem sie ihn zum ersten Mal sieht.

Edda: „Ich war in Türkei und er will mit mir heiraten und er spricht mit meinen Eltern und dann meine Eltern spricht mich: Und natürlich habe ich gesagt, nein will ich nicht heiraten mit dieser Mann aber ist das alles schon fertig, wenn ich sage nein oder ja. Mein Vater war so böse er will mich bringen um, sagt immer so hab ich keine Chance.“

Zwangsehen gibt es nicht nur unter Muslimen. Sie sind weder verknüpft mit einer bestimmten Religion noch mit einer bestimmten Kultur. Eher schon mit der Überzeugung, dass Kinder Besitzstand der Eltern sind – ohne Recht auf eine eigene Meinung. Nicht mal bei der Wahl des Ehepartners. So wie bei Edda. Sie folgt in blindem Gehorsam der väterlichen Autorität. Ein anderer Weg bleibt dem Mädchen nicht, das von klein auf verprügelt wird.
So gesehen ist die Ehe mit dem Türken, dem sie nach Deutschland folgt eine Fortsetzung dessen, was sie ohnehin gewohnt ist. Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, ohne jemanden zu kennen ist Edda ihrem Mann und seiner Familie allerdings noch schutzloser ausgeliefert als der eigenen früher. Natürlich erwägt sie, die Polizei zu verständigen:

Edda: „Ja, denke ich so, aber ich habe total Angst mit diesem Mann. Wenn ich hingehen, Polizei, macht er noch Schlimmeres. Er ist Kurde. Meine Nachbarin hat mir geholfen. Sie sieht mich immer…“
Freundin: „Mit blaue Augen.“
Edda:“ Sie hört meine Stimme immer – er schlagt mich, wie aber.
Ganz doll. Er schlagt mich und…
(sagt etwas auf türkisch, dann)
Freundin: „Vor der Haustür hat er sie immer rausgeschmissen.“

Weltweit ist die Mehrheit aller Eheschließungen, rund 60 Prozent, arrangiert, also von den Eltern angebahnt. Vor allen in ländlichen, agrarisch geprägten Regionen ist das noch immer üblich. Nicht üblich allerdings, dass Eltern Zwang ausüben auf die Heiratskandidaten und Gewalt anwenden. Eddas Schicksal ruft bei modernen Türkinnen ebenso viel Protest hervor wie bei deutschen Frauen oder Türkinnen, die in Deutschland geboren und selbstbewusst sind. Wie die 16 jährige Janan:

„Ich würde auf jeden Fall zum Jugendamt gehen, ich würde das niemals zulassen. Ich würde abhauen. Ich würde alles versuchen, zum Staat gehen. Ich meine, in Deutschland kann man überall hingehen und hier wird den Menschen geholfen, wenn sie Probleme haben.“

Edda hilft schließlich eine türkische Nachbarin. Sie fährt sie zum Frauenhaus – das vorläufige Ende ihrer Leiden. Worte für das Grauen findet Edda, wenn überhaupt, nur in ihrer Muttersprache, eine Freundin spricht sie für sie aus:

„Also sie meint, wenn sie den Schritt nicht gemacht hätte, da wegzukommen, da wär sie wahrscheinlich in diesem Moment nicht mehr am Leben gewesen.
Edda: „Ich habe mit meinen Eltern gesprochen: Scheiße, ich will nicht in Deutschland bleiben, wenn ich hierbleibe, er macht mir kaputt, bin ich tot so. Und meine Eltern sagen: nein, du kommst nicht nach Türkei zurück, Muss man da leben.“

Wie viele Zwangsheiraten jährlich in Deutschland geschlossen werden kann niemand sagen, Verlässliche Statistiken gibt es nicht. Von einer Dunkelziffer ist auszugehen, denn wie Edda sind die betroffenen Frauen nur selten bereit, die Täter anzuzeigen. Zu groß die Angst vor Verfolgung.
Statt Gesetze zu verschärfen wäre es zunächst wichtig, Mittel für die Anlaufstellen der Betroffenen, die Frauenhäuser und Beratungsstellen nicht weiter zu kürzen. Denn in diesem geschützten Räumen kommen die Frauen zur Besinnung und entwickeln Perspektiven für eine lebenswertere Zukunft. Die sieht auch Edda für sich:

„Praktikum. Ich will das Praktikum machen als Friseur. Und Gesundheit mit meinen Kindern. Guck ich vorne, nicht hinten, lachen, so weiterleben mit meinen Kindern.“

2006, in geänderter Fassung für „NDR“

Blockade in der Seele – Soldaten und PTBS

      

PTBS, die so genannte Posttraumatische Belastungsstörung ist eine Gefühlsblockade in Folge eines Schocks. Eine Risikogruppe dieser Krankheit sind Soldaten. Doch von der Bundeswehr wurden Ausbreitung und Folgen lange verharmlost.

Leiden Sie unter Schlafstörungen? Haben Sie Alpträume? Schuldgefühle? Körperliche Anspannungen, wenn Sie den Ort des Geschehens betreten?

Diese Fragen stammen aus einem Test auf der Webseite „Angriff-auf-die-Seele“. Sie werden Soldaten gestellt, die aus einem Auslandseinsatz zurückkehren. Im Gegensatz zu einem Gespräch mit einem Truppenarzt oder Psychologen bleibt der Besuch einer Webseite so lange anonym wie es der Betroffene für notwendig hält. Pro Woche suchen zwei bis drei Soldaten Hilfe auf der Internetseite. Auch weil sie glauben, dass ein Besuch beim Facharzt unliebsame Folgen für das Berufsleben als Soldat haben könnte. Das betrifft zum Beispiel Zeitsoldaten, die nach Ablauf ihrer zwölfjährigen Dienstzeit als Berufssoldat von der Bundeswehr übernommen werden möchten. Damit ist es vorbei, wenn nach einem Auslandseinsatz-Einsatz eine Posttraumatische Belastungsstörung festgestellt wird – glauben Soldaten. Der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe kennt diese Ängste, wie er in einem Internet-Chat auf einer anderen Webseite bestätigt:

„Nach meinen langjährigen Erfahrungen ist es so, dass die Mehrzahl der Soldatinnen und Soldaten irriger Weise glauben, dass eine Konsultation des Psychologen oder sonstiger Fachärzte kontraproduktiv für die Karriere sein könnte. Leider sind derartige Facharztkonsultationen nach wie vor stigmatisiert“.

Die Gründe dafür seien, so berichten Bundeswehr-Mediziner und -Geistliche übereinstimmend, im „allgemeinen gesellschaftlichen Klima“ zu suchen. Psychische Krankheiten würden oft nicht richtig ernst genommen, das gelte vor allem für „Männergesellschaften“ wie die Bundeswehr. Allerdings gibt es hier nach Einschätzung der Experten allmählich einen „Sinneswandel“: Bei Kameraden und Vorgesetzten mache sich die Einsicht breit, dass ein Trauma nicht bedeute, lebenslang „plemplem“ zu sein, sagt ein Fachmann. Die Hilfsangebote der Bundeswehr für PTBS – Erkrankte bewerten Experten jedoch sehr unterschiedlich: Von ausreichend bis hervorragend. Die Maßnahmen vor nach und während eines Einsatzes reichen von Stärkung des seelischen Gleichgewichts, der Minimierung von Stress-Faktoren über Kameraden als Ansprechpartner, den so genannten Peers, bis zu einer Betreuung durch den Truppenarzt oder – nach Rückkehr – durch den Therapeuten.

Diese Hilfsangebote können allerdings nur greifen, wenn die Krankheit erkannt wird. Und genau das ist ein Problem. In den vergangenen drei Jahren hat es in der Bundeswehr fast 500 PTBS-Fälle gegeben. Experten gehen aber von einer wesentlich höheren Zahl aus – mancher schätzt die Dunkelziffer sogar auf das 10-fache. Sie warnen: Die Krankheit sei besonders hartnäckig und langwierig, wenn sie nicht erkannt und therapiert würde, erläutert Karl Heinz Biesold vom Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Dabei sind Soldaten auf ein aufmerksames soziales Umfeld angewiesen. Denn ein PTBS – erkrankter Soldat ist selten fähig, die eigene Lage richtig einzuschätzen. Umso wichtiger sind aufmerksame Kameraden, Vorgesetzte und Familienangehörige. Im Falle von Uwe Dietrich dauerte es quälende drei Jahre bis er sich die bittere Wahrheit eingestehen konnte. Der Unterfranke war 2003 und 2005 im Auslandseinsatz in Afghanistan, 2008 in Therapie im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg:

„Letztendlich, der Antriebspunkt, der mich hergebracht hat, war die Familie und das Umfeld, die mich drauf hingewiesen haben, das ich mich wohl im Wesen verändert hab, aber auch im Verhalten. So verändert hat, dass man sagen muss: Okay – das hat nicht mehr mit normaler Einsatznachbereitung zu tun, sondern das geht tiefgreifender. Selbst habe ich es nicht gemerkt. Verschiedene Veränderungen wohl: Das geht von Eiseskälte in gewissen Situationen über schon ablehnende Haltung der Tochter gegenüber – viele kleine Dinge, die man selber nicht wahrhaben will, die aber andere an einem feststellen.“

Dass vom Einsatz etwas hängen bleibt, ist eher die Regel als die Ausnahme. Das Erleben von Gewalt, Tod und Verwundung inmitten einer gänzlich fremden Kultur haben vor allem „Afghanistan“ zum Synonym schwerer physischer und psychischer Belastungen unter Soldaten gemacht. Alkohol- und Drogenmissbrauch, Selbstmorde oder psychische Erkrankungen wie PTBS sind Dauerthemen in den einschlägigen Internetforen für Soldaten. Die Bundeswehr hat das Thema lange unterschätzt. Ende 2007 teilte das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage der FDP-Fraktion mit, ein Anstieg der Fallzahlen sei nicht erkennbar. Eine Fehleinschätzung, wie mittlerweile deutlich wurde. Die Worte „Kampfeinsatz“ und „Krieg“ sind tabu. Der gefährliche Einsatz in Afghanistan wird von der politischen und militärischen Führung immer wieder als „Friedens- und Stabilisierungsmission“ tituliert.

Das sei kontraproduktiv , kritisiert der Militärgeistliche Hartwig von Schubert mit Blick auf die Betroffenen. Er bemängelt das Fehlen einer „psychologischen Infrastruktur“ bei Themen wie Tod, Verwundung und Traumata. Die besondere staatliche Fürsorgepflicht gegenüber Soldaten würde in der aktuellen Situation immer wieder vernachlässigt monieren Einrichtungen wie die Zentrale Versammlung, ein Zusammenschluss katholischer Militärgeistlicher. Ein weiterer Grund, für die Verharmlosung von PTBS ist das geringe Interesse der Bürger an den Auslands-Einsätzen der Streitkräfte. Anders als in den USA gibt es in Deutschland keine „Veteranenkultur“. Die Missionen der Streitkräfte werden nur am Rande zur Kenntnis genommen.

Da verwundert es nicht, dass der Öffentlichkeit weitgehend entgangen ist, dass auch ehemalige Soldaten an PTBS erkranken, also lange nach ihrem Einsatz. Für diese ehemaligen Zeit- oder freiwillig länger Wehrdienst leistenden Soldaten fühlt sich die Bundeswehr nämlich nicht zuständig. Für sie gibt es keinen Truppenarzt, kein Kompetenzzentrum, keine finanzielle Versorgung“, bemängelt Heinz Sonnenstrahl, Hauptmann a.D. 2004 hat er den Verein „Skarabäus“ ins Leben gerufen um den ehemaligen Soldaten zur Seite zu stehen. Zwar kann sich ein früherer ,traumatisierter Soldat eine Wehrdienstbeschädigung quer durch die Bundeswehrverwaltung und notfalls über Gerichte erkämpfen. Doch den meisten fehle dazu die Kraft. „Die wollen keine Rente von der Bundeswehr, sondern ad hoc Hilfe für die Psyche und eine Wiedereingliederung in ihre alten Berufe“, stellt Sonnenstrahl fest.

Ein Schritt, der ohne öffentliche Unterstützung kaum zu schaffen ist. Das gilt für ehemalige Soldaten ebenso wie für die aktiven, die noch während ihrer Dienstzeit bei der Bundeswehr an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkranken.

Schutz für Saida – im afghanischen Frauenhaus

      

Fälle von Gewalt gegen Frauen in Afghanistan schockieren regelmäßig die Weltöffentlichkeit. Doch es verändert sich etwas, wie das Frauenhaus in Mazar – i – Scharif beweist. Es bietet Opfern familiärer Gewalt Zuflucht und Zeit für einen Neuanfang. Atmo Straßenatmo, langsam runterziehen

Autorin: Ein Grundstück, ein Tor, ein Wachmann. Nichts deutet darauf hin, was sich hinter den Mauern verbirgt: Afghanistans erstes Frauenhaus. Diskretion ist Programm: Man will vermitteln, nicht provozieren. Und den Bewohnerinnen den Schutzraum bieten, den sie so dringend brauchen. Atmo Garten, leise Stimmen

Autorin: Ein Garten, das Haus, ein Treppenaufgang. Von der Präsenz der Bewohnerinnen erzählen ein paar Schuhe an der Tür. Es gibt sorgfältig nebeneinander abgestellte Sandalen. Ebenso wie scheinbar achtlos abgestreifte Plastiklatschen, die kreuz und quer auf den Stufen stehen. Die Vielfalt verrät etwas über ihre Trägerinnen und die Frauen Afghanistans im allgemeinen.  Burka, Kopftuch oder lange Kleider mögen verschleiern und uniformieren. Individualität und Persönlichkeit aber leben darunter weiter. Atmo Ende

Autorin: Gleich hinter der Eingangstür gibt es eine Art Salon. Mit der Sitzgruppe darin dient er offenbar auch als Besucherzimmer. Die Dolmetscherin kommt herein, zusammen  mit einer kaum 1.60 Meter großen Frau. Schwarzes, fließendes Gewand, schwarzes Kopftuch. Die Gestalt schließt die Tür. Das Gesicht abgewandt erinnert sie an einen Schatten. So gleicht sie mancher Frau, die sich durch Afghanistans Städte bewegt. Ein scheinbar geschlechtsloses Wesen. Speziell Frauen ohne Begleitung scheinen mehr zu huschen, als zu gehen. Ein Leben in ständiger Deckung. Sie vermeiden Blickkontakt, ziehen den Rand ihres Kopftuchs über das Gesicht, wenn sie sich beobachtet fühlen. Oder tragen eine Burka, die sie völlig verhüllt. Der Gesichtsschleier mit den kästchenförmigen Gucklöchern scheint die Fertigkeit der Trägerinnen zu perfektionieren, sich unsichtbar zu machen. Im Gegensatz dazu sind die Bewegungen der schwarz gekleideten Gestalt im Frauenhaus ausdrucksvoll, gar ausladend. Als sie sitzt ergänzt ein fester Blick aus forschenden Augen das Bild afghanischer Schattenfrauen um eine neue Facette von Weiblichkeit. Mut, Kraft und Selbstbewusstsein enthüllen sich ganz überraschend und unerwartet an einem Ort, der Opfern vorbehalten ist. Ausgerechnet hier ungebrochener Stolz: Saida erzählt, kräftige Stimme, kurz frei stehen lassen, dann unterziehen.

Autorin: Sie heiße Saida stellt sie sich vor. Ob das ihr wahrer Name ist bleibt ihr Geheimnis. Sicher ist, dass sie zu den Kuchi gehört, einem paschtunischen Nomadenstamm, zu dem in Afghanistan rund 5 Millionen Menschen zählen. Während des Krieges wären sie immer eigene Wege gegangen, heißt es und: Die Kuchi besäßen eine unbändige Freiheitsliebe. Das scheint sich auch in den Genen der weiblichen Stammesangehörigen bemerkbar zu machen. Kräftige Augenbrauen betonen das kantige Gesicht. In den Augen flackert ein unbändiger Blick, unterstrichen von einem Schlangenförmigen Tatoo auf der Nasenwurzel. Zwar liegen die kräftigen Hände beim Sprechen ruhig im Schoß. Doch verraten die Schwielen auf den Handflächen, dass diese Frau zupacken kann. Eine Robustheit, die sich nicht nur körperlich niederschlägt. Vor zwei Jahren haben ihre Eltern einen Heiratskandidaten ausgesucht und den Termin für die Hochzeit festgesetzt. Der Tochter schmeckte das nicht. Mit schier unglaublichem Mut, gemessen an afghanischen Wertmassstäben aber mit Aufsässigkeit und Respektlosigkeit hat sie sich dem Willen der Familienangehörigen widersetzt:

„Ohne mir etwas zu sagen oder mich nach meiner Zustimmung zu fragen hat meine Familie mich verlobt. Mit einem Mann, den ich bis dahin nie gesehen hatte. Darum bin ich weggelaufen aus dem Haus meiner Eltern. Mit einem Mann. Und wir haben geheiratet. Das beweist unsere Heiratsurkunde.“

Autorin: Das amtliche Dokument gibt dem Ehepaar zwar einen gewissen Schutz, weil es die Rechtmäßigkeit der Beziehung belegt. Zudem schreibt die afghanische Verfassung die Gleichberechtigung von Frauen und Männern vor, was Golandams Entscheidung zumindest theoretisch untermauert. Doch im afghanischen Alltag garantiert das keine individuelle, freie Partnerwahl. Zumal die Eltern sie ja vorher mit einem anderen verlobt haben. Dass sie den nicht wollte, zählt nichts. Wie nahezu in zwei Dritteln aller Länder des Erdballs  werden Ehen auch in Afghanistan üblicherweise von den Eltern arrangiert. Zwar berücksichtigen viele mehr oder minder das Votum ihrer Kinder. Doch im Streitfall haben die Stimmen der Heiratskandidaten kaum Gewicht. So erweist sich der Elternwille als wahres Gesetz, zumal der Einfluss der schwachen Staatsorgane häufig schon in der Hauptstadt endet. Bis in die unzugänglichen Bergregionen reicht er so gut wie nie. Dass auf dem Land vier von fünf Frauen weder lesen noch schreiben können, verstärkt ihre Hilflosigkeit. Auch Golandam ist Analphabetin. Der Kuchi und dem Ehemann ihrer Wahl bleibt schließlich nur die Flucht. Sie erweist sich als sinnlos, als das Paar in Kabul von der Polizei aufgegriffen wird:

„Die Polizisten brachten mich und meinen Mann ins Gefängnis. Sie sagten, mein Bruder habe mich angezeigt. Weil ich verlobt war als ich von zu Hause fortlief mit einem anderen Mann. Das verstoße gegen islamisches Recht. Ich hätte die Verlobung lösen müssen, bevor ich einen anderen heirate. Deshalb wurde ich ich für ein Jahr ins Gefängnis gesteckt.“

Autorin: Danach beginnt erneut der Alptraum für Saida, die nur schätzten kann, dass sie zwischen 20 und 24 Jahre alt ist. Noch immer beharren die Eltern auf einer Heirat mit dem Mann ihrer Wahl. Vor allem ihr Bruder fühlt sich in seiner männlichen Ehre gekränkt, bedroht die Schwester, versucht regionale Gerichte von der Unrechtmäßigkeit der Eheschließung zu überzeugen, angeblich fließen Bestechungsgelder. Golandam bricht daraufhin den Kontakt zu ihren Ehemann zwar nicht ganz ab, zieht jedoch ins Frauenhaus in Mazar. Hinter der unscheinbaren Fassade gibt es bis zu 30 Schlafplätze, eine Ärztin und zwei Sozialarbeiterinnen für die psychosoziale Betreuung. Und als Rechtsberaterin die Anwältin Mariam Masoodi Payman.

„Sobald wir solche Fälle im Frauenhaus haben versuchen wir zunächst mal alles, um zwischen den Familienangehörigen zu vermitteln. Sehr viele Fälle habe ich ohne Gerichte gelöst. Und wenn es so ausgeht, können die Frauen nach Hause, um ein besseres Leben zu haben.“

Autorin: Das Konzept, eine auf Vermittlung basierende Konfliktlösung, sprich: Mediation ist das Resultat einer deutsch – afghanischen Kooperation. Vor drei Jahren haben sich Mitarbeiter des Deutschen Entwicklungsdienstes DED mit dem „Cooperation Center for Afghanistan“, CCA, zusammengetan. Dabei lautet die gemeinsame Philosophie, dass ein Frieden in Afghanistan möglich wird, wenn er in afghanischen Familien beginnt. Darum stehen die Rechte der Frauen im Mittelpunkt – auch für den afghanischen Partner CCA. Die Menschenrechtsorganisation wurde 1990 von afghanischen Intellektuellen während der Schreckensherrschaft der Taliban gegründet. Zuvor hatten die Mitglieder festgestellt, dass sowohl der Krieg als auch die archaischen Traditionen des Landes vor allem die Schwachen auf ein Opferdasein reduziert: Kinder und Frauen. CCA wollte die schrecklichsten Fälle publik machen, erklärt der Direktor, Hamid Safwat:

„Wir hatten jede Menge Bespiele dafür, dass Frauen von ihren Familien im Namen der Traditionen getötet worden waren. War beispielsweise eine Frau vergewaltigt worden, dann wollte die Familie um jeden Preis verhindern, dass das bekannt wurde. Einige haben die Töchter umgebracht, nur damit sie nichts erzählen können. Deswegen haben wir das „Safehouse“ eröffnet. Damit wir solche Frauen unterstützen können.“

Autorin: Zu denen, die Unterstützung benötigen, zählt auch Golandam. Eine Einigung mit ihrer Familie scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Die Rechtsberaterin Mariam Payman erklärt die nächsten Schritte: Gibt es keine Einigung, dann geht der Fall vors Gericht. Die Frauen bekommen einen Rechtsbeistand, der für sie spricht. Denn viele sind Analphabeten, kennen ihre Rechte nicht und wissen nicht, was sie tun sollen, weil sie die prozessualen Abläufe nicht kennen.“

Autorin: Rund 700 Frauen und Familien hat die deutsch -afghanische Mitarbeitercrew über die Jahre in Mazar-i-Scharif beraten, 260 wohnten vorübergehend im Frauenhaus. Gleichzeitig sind im Seminarraum im Keller 120 Afghanen und Afghaninnen in gewaltfreier Konfliktbearbeitung ausgebildet worden. Bei allem Veränderungswillen müssen die Trainer allerdings im Blick behalten, dass Gewalt, auch Mord, in weiten Teil Afghanistans immer noch als Privatangelegenheit gilt. Häufiger als Terrorismus, Taliban oder überkommene Traditionen  bedrohen Naturkatastrophen, Krankheiten, Hunger, Unterernährung die Menschen, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei Anfang 40. Schutz bietet allein die Gemeinschaft.

Und deren Verhaltenskodex formen Männer seit Jahrtausenden. In diesem Gefüge zählen Frauen schlicht zum Besitzstand. Noch immer ist die Müttersterblichkeit erschreckend hoch. Die Zeiten zwischen den Schwangerschaften sind zu kurz. Und vielen Frauen werde der Besuch eines der überfüllten Krankenhäuser von ihren Männern oder Familien verboten, erzählt eine Ärztin aus Mazar-i-Scharif. Ein weiterer Grund sei, dass Mädchen zu jung verheiratet und von ihren Ehemännern zum sexuellen Verkehr gezwungen würden. Sie sterben an den Folgen ihrer biologisch verfrühten Schwangerschaft. Und doch haben sich die Lebensumstände vieler Afghaninnen verbessert, unter anderem mit Hilfe von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit wie dem Frauenhaus.

Mit gut 130.000 Euro finanziert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die laufenden Kosten des Jahres. So werden Gewalttaten an afghanischen Frauen zwar auch in Zukunft nicht komplett zu verhindern sein. Das Umdenken braucht Zeit.  Doch ein Anfang ist gemacht  – offenbar auch bei einigen afghanischen Behördenvertretern. Selbst in Golandams Fall ist die Rechtsberaterin optimistisch. Die ersten beiden Verfahren sind gewonnen, demnächst steht der entscheidende Prozess vor dem obersten Gerichtshof in Kabul an. Das „Safe House“ habe einen guten Namen und bislang fast jeden Fall gewonnen, versichert Mariam Payman. Auch Saida traut sich wieder, von einer besseren Zukunft zu träumen:

„Das schlimmste wäre gewesen, wenn CCA mir nicht geholfen hätten und das Safehouse nicht mein Leben geschützt hätte. Wenn ich nicht hier gewesen wäre hätte mein Bruder mich wohl getötet. Jetzt ist der größte Wunsch den ich habe, dass mein Fall vor Gericht geklärt wird. Dass ich meine Freiheit bekomme und ein unabhängiges Leben führen kann. Zusammen mit meinem Ehemann.“ O-Ton Golandam steht kurz frei, (endet mit einem Lachen)

September 2010, in geänderter Form gesendet auf WDR

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