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Blockade in der Seele – Soldaten und PTBS

      

PTBS, die so genannte Posttraumatische Belastungsstörung ist eine Gefühlsblockade in Folge eines Schocks. Eine Risikogruppe dieser Krankheit sind Soldaten. Doch von der Bundeswehr wurden Ausbreitung und Folgen lange verharmlost.

Leiden Sie unter Schlafstörungen? Haben Sie Alpträume? Schuldgefühle? Körperliche Anspannungen, wenn Sie den Ort des Geschehens betreten?

Diese Fragen stammen aus einem Test auf der Webseite „Angriff-auf-die-Seele“. Sie werden Soldaten gestellt, die aus einem Auslandseinsatz zurückkehren. Im Gegensatz zu einem Gespräch mit einem Truppenarzt oder Psychologen bleibt der Besuch einer Webseite so lange anonym wie es der Betroffene für notwendig hält. Pro Woche suchen zwei bis drei Soldaten Hilfe auf der Internetseite. Auch weil sie glauben, dass ein Besuch beim Facharzt unliebsame Folgen für das Berufsleben als Soldat haben könnte. Das betrifft zum Beispiel Zeitsoldaten, die nach Ablauf ihrer zwölfjährigen Dienstzeit als Berufssoldat von der Bundeswehr übernommen werden möchten. Damit ist es vorbei, wenn nach einem Auslandseinsatz-Einsatz eine Posttraumatische Belastungsstörung festgestellt wird – glauben Soldaten. Der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe kennt diese Ängste, wie er in einem Internet-Chat auf einer anderen Webseite bestätigt:

„Nach meinen langjährigen Erfahrungen ist es so, dass die Mehrzahl der Soldatinnen und Soldaten irriger Weise glauben, dass eine Konsultation des Psychologen oder sonstiger Fachärzte kontraproduktiv für die Karriere sein könnte. Leider sind derartige Facharztkonsultationen nach wie vor stigmatisiert“.

Die Gründe dafür seien, so berichten Bundeswehr-Mediziner und -Geistliche übereinstimmend, im „allgemeinen gesellschaftlichen Klima“ zu suchen. Psychische Krankheiten würden oft nicht richtig ernst genommen, das gelte vor allem für „Männergesellschaften“ wie die Bundeswehr. Allerdings gibt es hier nach Einschätzung der Experten allmählich einen „Sinneswandel“: Bei Kameraden und Vorgesetzten mache sich die Einsicht breit, dass ein Trauma nicht bedeute, lebenslang „plemplem“ zu sein, sagt ein Fachmann. Die Hilfsangebote der Bundeswehr für PTBS – Erkrankte bewerten Experten jedoch sehr unterschiedlich: Von ausreichend bis hervorragend. Die Maßnahmen vor nach und während eines Einsatzes reichen von Stärkung des seelischen Gleichgewichts, der Minimierung von Stress-Faktoren über Kameraden als Ansprechpartner, den so genannten Peers, bis zu einer Betreuung durch den Truppenarzt oder – nach Rückkehr – durch den Therapeuten.

Diese Hilfsangebote können allerdings nur greifen, wenn die Krankheit erkannt wird. Und genau das ist ein Problem. In den vergangenen drei Jahren hat es in der Bundeswehr fast 500 PTBS-Fälle gegeben. Experten gehen aber von einer wesentlich höheren Zahl aus – mancher schätzt die Dunkelziffer sogar auf das 10-fache. Sie warnen: Die Krankheit sei besonders hartnäckig und langwierig, wenn sie nicht erkannt und therapiert würde, erläutert Karl Heinz Biesold vom Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Dabei sind Soldaten auf ein aufmerksames soziales Umfeld angewiesen. Denn ein PTBS – erkrankter Soldat ist selten fähig, die eigene Lage richtig einzuschätzen. Umso wichtiger sind aufmerksame Kameraden, Vorgesetzte und Familienangehörige. Im Falle von Uwe Dietrich dauerte es quälende drei Jahre bis er sich die bittere Wahrheit eingestehen konnte. Der Unterfranke war 2003 und 2005 im Auslandseinsatz in Afghanistan, 2008 in Therapie im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg:

„Letztendlich, der Antriebspunkt, der mich hergebracht hat, war die Familie und das Umfeld, die mich drauf hingewiesen haben, das ich mich wohl im Wesen verändert hab, aber auch im Verhalten. So verändert hat, dass man sagen muss: Okay – das hat nicht mehr mit normaler Einsatznachbereitung zu tun, sondern das geht tiefgreifender. Selbst habe ich es nicht gemerkt. Verschiedene Veränderungen wohl: Das geht von Eiseskälte in gewissen Situationen über schon ablehnende Haltung der Tochter gegenüber – viele kleine Dinge, die man selber nicht wahrhaben will, die aber andere an einem feststellen.“

Dass vom Einsatz etwas hängen bleibt, ist eher die Regel als die Ausnahme. Das Erleben von Gewalt, Tod und Verwundung inmitten einer gänzlich fremden Kultur haben vor allem „Afghanistan“ zum Synonym schwerer physischer und psychischer Belastungen unter Soldaten gemacht. Alkohol- und Drogenmissbrauch, Selbstmorde oder psychische Erkrankungen wie PTBS sind Dauerthemen in den einschlägigen Internetforen für Soldaten. Die Bundeswehr hat das Thema lange unterschätzt. Ende 2007 teilte das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage der FDP-Fraktion mit, ein Anstieg der Fallzahlen sei nicht erkennbar. Eine Fehleinschätzung, wie mittlerweile deutlich wurde. Die Worte „Kampfeinsatz“ und „Krieg“ sind tabu. Der gefährliche Einsatz in Afghanistan wird von der politischen und militärischen Führung immer wieder als „Friedens- und Stabilisierungsmission“ tituliert.

Das sei kontraproduktiv , kritisiert der Militärgeistliche Hartwig von Schubert mit Blick auf die Betroffenen. Er bemängelt das Fehlen einer „psychologischen Infrastruktur“ bei Themen wie Tod, Verwundung und Traumata. Die besondere staatliche Fürsorgepflicht gegenüber Soldaten würde in der aktuellen Situation immer wieder vernachlässigt monieren Einrichtungen wie die Zentrale Versammlung, ein Zusammenschluss katholischer Militärgeistlicher. Ein weiterer Grund, für die Verharmlosung von PTBS ist das geringe Interesse der Bürger an den Auslands-Einsätzen der Streitkräfte. Anders als in den USA gibt es in Deutschland keine „Veteranenkultur“. Die Missionen der Streitkräfte werden nur am Rande zur Kenntnis genommen.

Da verwundert es nicht, dass der Öffentlichkeit weitgehend entgangen ist, dass auch ehemalige Soldaten an PTBS erkranken, also lange nach ihrem Einsatz. Für diese ehemaligen Zeit- oder freiwillig länger Wehrdienst leistenden Soldaten fühlt sich die Bundeswehr nämlich nicht zuständig. Für sie gibt es keinen Truppenarzt, kein Kompetenzzentrum, keine finanzielle Versorgung“, bemängelt Heinz Sonnenstrahl, Hauptmann a.D. 2004 hat er den Verein „Skarabäus“ ins Leben gerufen um den ehemaligen Soldaten zur Seite zu stehen. Zwar kann sich ein früherer ,traumatisierter Soldat eine Wehrdienstbeschädigung quer durch die Bundeswehrverwaltung und notfalls über Gerichte erkämpfen. Doch den meisten fehle dazu die Kraft. „Die wollen keine Rente von der Bundeswehr, sondern ad hoc Hilfe für die Psyche und eine Wiedereingliederung in ihre alten Berufe“, stellt Sonnenstrahl fest.

Ein Schritt, der ohne öffentliche Unterstützung kaum zu schaffen ist. Das gilt für ehemalige Soldaten ebenso wie für die aktiven, die noch während ihrer Dienstzeit bei der Bundeswehr an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkranken.

Kinder in Afghanistan, Teil 1: Bloß nicht krank werden!

      

Afghanistan liegt in Asien zwischen Indien, Pakistan und China.  Weil es dort fast nichts gibt als Berge – sie stehen auf rund 90 Prozent der Landesfläche und sind bis zu 7500 Meter hoch – können die Menschen nur wenig anbauen. Wichtige Nahrungsmittel fehlen – sogar auf den Märkten.  So zählt Afghanistan zu den ärmsten Ländern der Welt und für Kinder ist das Leben besonders hart. Besonders, wenn sie krank werden oder einen Unfall haben.

An den Wänden des Krankenzimmers liegt eine Matratze neben der anderen. Männer hocken darauf, in ihre Shalwar Kamez, die typischen langen Hemden und Pluderhosen gekleidet, reden  leise miteinander, andere dösen.  Kein Fernseher, kein Radio vertreibt ihnen die Zeit. Manchmal bietet allein das Rauschen des Flusses Ablenkung, der in der Nähe der Krankenstation vorbeifließt.

Ganz hinten, in einer Ecke unter dem offenen Fenster, sitzt Abdul Gudeev und daneben sein Vater. Beide haben die Beine zum Schneidersitz untergeschlagen. Der linke Arm des Jungen ist mit einer Mullbinde umwickelt, zwei riesige Schrauben stabilisieren den Verband. Mit seinen grünen Augen und den Sommersprossen auf der Knubbelnase sieht der Zehnjährige eigentlich aus wie der typische Lausbub. Doch sein Blick klebt am Fußboden und seine Stimme ist kaum hörbar, wenn er spricht. Wie viele Kinder in Afghanistan ist er schüchtern – zumindest solange er mit einem  Erwachsenen redet. Denn die gelten als Respektspersonen. Bei der Frage, wie was mit seinem Arm passiert sei, taut er dann aber doch auf.

Ich bin aus der Schule gekommen, vom Esel zusammen gefallen und ziemlich hart auf dem Boden aufgeschlagen – so ist es passiert, sagt der Zehnjährige.

Er stammt aus einem kleinen Dorf, erzählt er weiter, das sieben Auto-Stunden entfernt ist von der Krankenstation. Die Familie ist arm, von einem Fahrzeug können sie nur träumen. Sie gehen zu Fuß oder nehmen bei längeren Strecken ihre Esel. Aber nach dem Unfall, mit dem gebrochenen Arm, kommt ein Ritt natürlich nicht in Frage. So müssen alle  warten und hoffen –  bis ein Lastwagen ins Dorf kommt.

Der Fahrer bringt den Jungen und seinen Vater in die Stadt Faizabad – zur Krankenstation. Seit zwei Wochen sind beide dort. Ein Arzt erklärt, warum:

„Weil das arme Leute sind. Wenn sie herkommen, haben sie nicht mal Geld, um auf den Bazar, den Markt zu gehen. Schon gar nicht, um im Restaurant zu essen. Wenn sie hier in die Krankenstation kommen, bekommen sie alles.“

In einem anderen Teil der Krankenstation sind Mütter mit ihren Kleinkindern untergebracht. Alle sind erschreckend dünn. Folge einer schlechten, beziehungsweise einseitigen Ernährung. Jedes vierte Kind in Afghanistan stirbt, bevor es fünf Jahre alt ist.  Oft wissen Mütter wie Sabsagal, nicht einmal, dass ihr Kind von Brot allein krank werden kann.

Manchmal gibt es Reis, manchmal Kartoffeln, sagt Sabsagal, was übrigens „Wiesenblume“ heißt.

Die Krankenstation bezahlt  ein Verein namens Kinderberg. In Deutschland werden dafür Spenden sammelt. An anderen Orten wie zum Beispiel der Stadt Masar-i-Scharif baut die Regierung, genauer: das Bundesministerium für Entwicklung mit unseren Steuergeldern zusätzlich Krankenhäuser. Dahinter steckt die Idee, den Menschen zu helfen.  Wenn es den Bewohnern ärmerer Länder besser geht, weil sie auch Krankenhäuser, Schulen, Strom und sauberes Wasser haben, dann können sie irgendwann für sich selbst sorgen. Das verhindert dann einerseits Kriege, andererseits auch die Flucht in reichere Länder, glauben Experten.

Auf der Männerstation hat Abdul Gudeev Zeit, sich mit seinem Vater zu unterhalten. Der Junge geht mit 50 anderen Kindern in eine Klasse und möchte später  Lehrer werden. Auf die Frage „warum“ kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Ich möchte, dass es meinem Dorf später besser geht, sagt er.

Semptember 2010 in variierter Form gesendet auf D-Radio Kultur, Kakadu

Operation Fortschritt – das afghanische Gesundheitssystem

      

Erfolgsgeschichten aus Afghanistan sind selten. Der militärische Einsatz greift nicht so, wie die internationale Gemeinschaft gehofft hat. Auch der zivile Aufbau verläuft stellenweise schleppend. Eine Ausnahme ist der Aufbau des Gesundheitssystems. In einem sieben Punkte Programm hat die afghanische Regierung Ziele festgelegt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen oder umgesetzt sind. Dabei unterstützen staatliche und Nicht-Regierungs- Organisationen aus Deutschland in den Nordprovinzen.

Auf dem Gelände des Krankenhauses in Mazar-i-Scharif schuften rund 30 behelmte Arbeiter in brütender Hitze auf einer Baustelle. Im kommenden Jahr soll der Wiederaufbau des Provinzkrankenhauses abgeschlossen sein. Auf den Projektträger weist ein Schild hin: die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Für 12 Millionen Euro wird ein neues Gebäude mit 360 Betten, 21 Intensivstationen und 7 Operationssälen entstehen. Ein Hoffnungsschimmer für die Ärztecrew. Seit vor vier Jahren ein Kurzschluss einen Brand ausgelöst und das 60 Jahre alte Gebäude fast komplett zerstört hat, arbeiten die rund 200 Ärztinnen und Ärzte unter schier unglaublichen Bedingungen. Ransin Anwari, der Leiter des Krankenhauses beschreibt die Situation in typisch afghanischem Unterstatement für miese Zustände:

"Es ist deutlich, dass wir derzeit keinen Platz haben. Was wir am nötigsten brauchen sind mehr Räume – und mehr Platz."

Mit gut einer Millionen Euro hat die deutsche Regierung unmittelbar nach dem Brand ein provisorisches Container – Krankenhaus finanziert. Das ist besser als nichts. Auf Dauer dennoch unzulänglich: Das Blech heizt sich im Sommer gnadenlos auf, im Winter Eiseskälte. Im Cocktail unangenehmer Gerüche ist der von Chemikalien noch am leichtesten zu ertragen.

Nicht selten teilen sich Kranke zu viert oder fünft ein Bett. Dennoch sind die Patienten dankbar. Das Provinzkrankenhaus ist Anlaufstelle für rund 350.000 Einwohner der Stadt und sechs Millionen Überweisungspatienten aus der umliegenden Region. Ein Ausweichen auf andere Kliniken ist kaum möglich, erklärt der ehemalige Direktor der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Afghanistan, Michael Gruber:

"Das nächste vergleichbare Krankenhaus liegt in der Hauptstadt Kabul, das sind ungefähr 430 Kilometer, die allerdings über den Salangpass auf 3000 Meter Höhe führen. Fliegen ist für viele zu teuer. Fahren dauert sehr lang, ist also im Notfall keine Option. Und fahren kann auch Tage oder Wochen dauern, wenn im Winter die Straße gesperrt ist aufgrund von Lawinen oder Schneefall oder einem Unfall. Das heißt, das Krankenhaus ist nicht nur ein Krankenhaus für die Stadt Mazar-i-Scharif, es ist nicht nur ein Krankenhaus für die Provinz Balkh, es ist quasi ein Krankenhaus für Nordafghanistan."

Gleichzeitig ist die Klinik Ausbildungsstätte für medizinisches Personal. Zwar gibt es in Mazar-i-Scharif und anderen Städten ausreichend Ärzte. Nicht aber in den Provinzen. Dazu fehlen Spezialisten: Orthopäden oder Kinderärzte, gleiches gilt für Hebammen. In Afghanistan, einem der ärmsten Länder der Welt, stirbt der Statistik nach jedes vierte Kind vor Erreichen des fünften Lebensjahrs und etwa jede vierte werdende Mutter. Ein Dolmetscher übersetzt die Erklärungen der Chefärztin:

"In den Familien entscheiden meist die Männer. Manchmal verbieten sie den Frauen, eine Gesundheitsstation zu besuchen, um eine vernünftige Untersuchung und Behandlung zu bekommen. Junge Mädchen werden vor dem Zeitpunkt ihrer biologischen Reife verheiratet – das ist ein weiterer Risikofaktor, der zu einer hohen Sterblichkeitsrate führt. Und Armut. Viele Familien, die kein nennenswertes Einkommen haben, können Behandlungen nicht bezahlen oder leben in abgelegenen Gegenden, schlechte Straßen, kein Auto, keine Möglichkeit, eine Gesundheitsstation zu erreichen.

Abdul Gudeev hatte Glück im Unglück. Der Zehnjährige stammt aus einem kleinen Dorf in der Nachbarprovinz Badakhschan, sieben Autostunden von der Provinzhauptstadt Faizabad entfernt. Ein Lastwagen hat ihn und seinen Vater mitgenommen, in der Krankenstation des deutschen Vereins Kinderberg abgeliefert.

"Ich bin aus der Schule gekommen, mit einem Esel zusammen gestoßen und hingefallen – so ist es passiert", erzählt der Zehnjährige.

Vor zwei Wochen ist er im Rettungszentrum des benachbarten Wiederaufbauteams der Bundeswehr operiert worden, die Krankenstation von Kinderberg hat die Nachsorge übernommen. Der Junge ist ein eher untypischer Patient. Eigentlich werden in der Krankenstation mit 25 Betten vor allem unterernährte Kleinkinder und werdende Mütter behandelt. So trägt der Verein zur Umsetzung des staatlichen Gesundheitsplans bei, zu dessen Priorität die Verringerung der Kinder- und Müttersterblichkeit zählt. Abdul Gadeev liegt im Zimmer mit sechs Männern zusammen, darunter auch sein Vater. Pro Patient werden ein bis zwei Verwandte aufgenommen, erklärt der Dolmetscher:

"Der Patent kann hier übernachten. Aber auch seine Familienangehörigen.Das sind arme Leute. Wenn die herkommen, haben sie kein Geld, um auf dem Bazar einkaufen zu gehen oder im Restaurant zu essen. Wenn sie in die Krankenstation kommen, wird ihnen alles zur Verfügung gestellt: Die Übernachtung, das Essen."

Vor der Krankenstation sitzen stolz aussehende Männer mit Turbanen auf einer Mauer entlang der Straße. Es sind Familienangehörige der Patienten, die geduldig auf deren Genesung warten.  Ein Bild, das Symbolwert besitzt. Immerhin 80 Prozent der afghanischen Bevölkerung hat mittlerweile Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung – in einem Krankenhaus, einer Gesundheitsstation. Weitere Besserung ist in Sicht – und wie die Genesung eines Patienten kommt sie meist nicht über Nacht, sondern in kleinen Schritten.

 September 2010, in geänderter Form gesendet auf NDR, WDR

 

 

 

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