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Moderation

Gruppenprozesse begleiten

Foto:  Zukunftskongress, BMZ, danke an THOMAS ABE‘
Workshops, Open Spaces,Planungszellen, Brainstorming die richtige Methode „befeuert“ einen Gruppenprozess. Solche kommunikativen Werkzeuge beschleunigen, richtig eingesetzt, den Verständigungsprozess, das individuelle Erleben und befördern durch eine aktive Haltung Kreativität und Ideen. Manchmal entwickeln sie sich bereits im Workshop weiter zu konkreten Projekt-Ansätzen.

 

So auch beim „Zukunftskongress“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Engagement Global. Bei der Kongressreihe, hier in Jena, ging es darum, Schülern am Beispiel von Textilien und Kakao den Sinn eines „Fair-Trade-Siegels“ und für einen nachhaltigen Konsum zu verdeutlichen. Ihre Ideen und Anregungen präsentierten die Jugendlichen dem Minister.

Standpunkte klären, Gespräche konstruktiv führen

Bei politischen oder gesellschaftlichen Debatten ist der Moderator wahlweise Schiedsrichter, Dompteur oder Forscher. Den Organisatoren der gemeinnützigen Hertiestiftung war es besonderns  wichtig herauszuarbeiten, wie Potenziale von Zuwanderern als Lehrer erkannt, gefördert und im Schulsystem genutzt werden könnten.

 

 

 

Organisationen, die öffentliche Veranstaltungen zu „ihren“ Themen planen stecken häufig tief in der Thematik. Manchmal fehlt dann aber auch die kritische Distanz, manchmal sind hauseigene Moderatoren „befangen“ und können nicht „klartext sprechen“, um die Interessen des eigenen Hauses nicht zu unterlaufen. Ein Moderator „von außen“ hat idealerweise ein Vorwissen, geht das Thema unvoreingenommen an und kann, zum Beispiel bei Verantwortlichen aus der Politik, kritischer nachfragen.

Partizipatives Publikum

Wenn ein Auftraggeber mir die Freiheit lässt, beziehe ich das Publikum aktiv mit ein. Das fängt bei „Stimmungsbildern“ vor und nach der Debatte an und reicht über „Zwischenrufe“ bis zur aktiven Mitgestaltung auf dem Podium. Experten auf dem Podium haben das Fachwissen. Oft fehlt aber die Rückkopplung mit denen, die die praktische Erfahrung haben – oder spontan etwas loswerden wollen. Das sind oft wertvolle Beiträge – Co-Referate ausgenommen.

Bei der „Traumschüff“-Veranstaltung  „Stadt Land Kultur – muss sich Theater bewegen, um zu erreichen?“ hatte das Publikum „bewegte Momente“  –  indem es  Zustimmung oder Ablehnung mit Positionswechseln im Raum deutlich machen konnte. (Was nicht nur aktive Meinungsbekundung an zur Debatte war, sondern auch Erkältungsprävention – es war furchtbar kalt)

 

 

Moderation im Historischen Hafen Berlin; mit Schauspieler Jens-Uwe Bogadtke                             Foto: Traumschüff-Crew